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Der eiskalte Nebel

Fertiggestellt am 1. Jannuar 2007
Hauptfiguren: Colin, Fidelius, Lukan

Die Geschichte spielt an Weihnachten, ein paar Jahre nach dem Erlebnis mit dem Silberphönix.

 

Der eiskalte Nebel

Eine Silberphönix Weihnachtsgeschichte von Simon Langkemper

 

Frau Brink, Colins Mutter war bereits seit über einem Monat in Weihnachtsstimmung. Sie schmückte das ganze Haus. Sie war jeden Tag gut gelaunt.

Ihre gute Laune hatte sie unter anderem durch ihren Sohn. Er hatte ihr versprochen über Weihnachten nach Hause zu kommen. Bereits Anfang November begann sie ihre Wohnung zu schmücken.

Frau Lindo, die Mutter von Fidelius freute sich auch auf ihren Sohn, doch sie bereitete sich auf ihre Weise auf den Besuch ihres Sohnes vor.

Sie hielt nicht viel von Weihnachten. Ihre einzige Weihnachtsdekoration waren vier schlichte weiße Kerzen für die Adventsonntage.

Ihr Mann hatte sich seit längerem damit abgefunden. Deren Kompromiss war es, dass sie jedes Jahr an Heilig Abend, wenn sie Weihnachten bei ihnen zuhause feierten, die kleine Tanne, in ihrem Garten, für die paar Weihnachtstage schmückten und die Geschenke auf dem Wohnzimmertisch hübsch dekorierten.

Da sie also nichts zu dekorieren hatte, putzte sie das ganze Haus und sorgte, dass sie alle Zutaten für ein Willkommensdinner im Haus hatte.

Eines Abends, kurz vor Weihnachten, kamen zwei Jungs den Berg herab, ins Dorf.

Sie schienen gerade auf der Bugruine gewesen zu sein, aber sie hatten einen wesentlich längeren Weg hinter sich.

Im Dorf angekommen, trennten sie sich.

Colin bog nach links ab und Fidelius ging geradeaus.

 

Nun klingelte es fast zeitgleich an der Haustür von den Brinks und den Lindos.

Colin war etwas früher zuhause, als Fidelius.

Aus dem Haus der Brinks ertönte ein Freudenschrei, als Colin klingelte.

Seine Mutter öffnete die Tür und umarmte ihren Sohn, den sie lange Zeit nicht gesehen hatte. Auch sein Vater kam an die Tür.

Doch dieser stand erst mal eine Weile nebenan, bis Colins Mutter ihn losgelassen hatte. Dann begrüßte auch er seinen Sohn.

 

Fidelius wurde von seiner Mutter gleich ins Haus gezogen. Sie drückte ihn kurz und freute sich, dass er warm angezogen war.

"Ich weis ja nicht, wie die da wo du arbeitest im Winter angezogen sind." meinte sie.

Fidelius bekam im Wohnzimmer gleich eine warme Tasse Tee und seine Mutter sagte ihm mindestens 126 mal, wie sehr sie sich freute, dass er wieder da war.

Sein Vater hatte sich in seinem Sessel zurück gelehnt und beobachtete die beiden mit einem Lächeln.

 

Er dachte an das erste Mal, wo er, seine Frau und Colins Eltern an den Ort gegangen waren, an dem jetzt ihre Söhne arbeiteten und lebten.

Das war ein Abenteuer.

Seine Frau hatte sich damals etwas komisch benommen.

Aber so war sie immer und das liebte er so an ihr.

"Was sitzt du denn da in deinem Sessel und grinst?" kam dann von Frau Lindo.

"Ach Schatz, ich sitze hier, schaue euch zu und genieße es, dass unser Sohn wieder da is."

Fidelius wurde etwas rot: "Übertreibt doch nicht, ich komme doch ab und zu vorbei." - "Ja, aber weist du, wir hatten dich früher jeden Tag hier und seit du DA arbeitest sehen wir doch so selten, auch wenn du ab und zu da bist." antwortete seine Mutter. "Deswegen sollten wir Weihnachten jetzt ganz genießen." fügte Herr Lindo hinzu.

 

Nachdem Colin sämtliche Drück- und Knuddeleinheiten überstanden hatte, brachte er seine Sachen hoch in sein Zimmer.

Es war ein schönes Gefühl wieder hier zu sein. Er ließ sich auf sein Bett fallen und genoss die Atmosphäre.

Dann wurde er wieder runter gerufen. Es gab Abendessen bei den Brinks.

Colin kam die Treppe runter und ging in die Küche. Auch diese war herrlich geschmückt. Auf dem Tisch stand ein Kerzenständer mit vier Kerzen. 3 von ihnen brannten bereits. Die vierte solle am 4. Advent angezündet werden, der am nächsten Tag war.

Nun gab es erst mal ein herrliches Essen und Colin erzählte von seinen Reisen. 

 

Seine Eltern hörten aufmerksam zu.

Vor allem Frau Brink fand es immer sehr interessant, was ihr Sohn auf seiner Arbeit alles erlebte.

Als Colin fertig war, hatte Frau Brink auch nebenbei alles wieder abgeräumt, gespült und aufgeräumt.

 

Beide Jungs verbrachten einen schönen Abend mit ihren Eltern.

Am nächsten Tag war der 4. Advent.

 

Die Brinks und die Lindos trafen sich vor der Kirche.

Colins Mutter war nämlich im Gospelchor der örtlichen evangelischen Kirche.

Zur Adventszeit legten die sich richtig ins Zeug. Sie machten eine ganze Show daraus und die ganze Kirche rockte.

Bei "Joy to the World" hatte Colins Mutter die erste Stimme.

Der Auftritt wurde richtig gut. (Höre ihr zu >>>klick<<<)

Nach dem Auftritt in der Kirche und einem kurzen Gemütlichen beisammen sein ging es nun gemeinsam zu den Brinks nach Hause.

 

Vor der Tür lag ein kleines Bündel, an dem sich ein Zettel befand.

Er war in einer Schrift geschrieben, die die Jungs bei ihrem ersten Besuch in der magischen Welt kennen gelernt hatten. Fidelius konnte die Schrift bereits flüssig lesen.

Sie Nahmen das kleine Bündel gleich mit rein.

"Wieso habt ihr euch vor der Tür gebückt?" fragte Frau Brink.

"Deswegen" antwortete Fidelius und zeigte den anderen das Bündel.

"Da ist doch gar nichts." meinte Frau Brink. Colin und Fidelius schauten sich verwundert an. Frau Lindo machte ein undefinierbares Geräusch, das keiner so richtig deuten konnte.

 

"Anscheinend könnt nur ihr es sehen" stellte Frau Brink fest.

Frau Lindo seufzte tief.

"Es scheint so..." bestätigte Fidelius. Dann gingen die Jungs hoch in Colins Zimmer.

Dort öffneten sie das Päcken. Zwei kleine, leuchtende, blaue, Kugeln in der Größe von Murmeln, fielen in Colins Hand. Eine gab er Fidelius.

"Was sind das für Kugeln?" fragte er.

Fidelius nahm den Brief und schaute ihn sich an. Er überlegte kurz und dann las er vor: ...

 

"Der Brief ist von Lukan.

 

Lieber Colin, Lieber Fidelius,

 

ich musste mich beeilen, deswegen konnte ich euch nicht mehr persönlich erreichen.

Ich habe das Päckchen verzaubert, sodass nur ihr es sehen könnt. Ich kann nur hoffen, dass es euch erreicht.

Ich habe eine schlechte Nachricht für euch.

Alle Portale zur magischen Welt werden versiegelt. Wenn ihr wieder daheim seid, ist es bestimmt bereits geschehen.

Ihr fragt euch bestimmt, was das für Kugeln sind.

Ich möchte es euch erklären

 

diese Kugeln helfen euch, falls ihr sie braucht.

Es ist etwas geschehen, was ich noch nicht genau erklären kann.

Ich möchte euch jedoch sagen, dass ihr nicht ängstlich sein braucht.

Auch nicht um uns. Ihr werdet merken, wenn die Portale wieder geöffnet sind.

Briefe schreiben geht nicht.

 

Einen Tipp noch: Haltet die Kugeln immer bei euch und die Augen offen nach magischen Wesen (Tiere und Menschen)

 

Frohe Weihnachten noch (feiert es einfach wie geplant)

 

Ich muss mich beeilen, sorry,

Lukan

 

Colin und Fidelius steckten die Kugeln ein und gingen erst mal wieder runter. Sie machten ab, dass sie ihren Eltern nichts sagen wollten.

Vor allem die Mutter von Fidelius würde sich sehr viel Sorgen machen.

 

"Was war das?" fragte Frau Lindo gleich, als die Jungs ins Wohnzimmer kamen.

"Ein Päckchen von Lukan." erklärte ihr Sohn. "Es war unsichtbar, da er nicht wollte, dass es jemand anders bekommt." fügte Colin hinzu.

"Na denn." erwiderte Frau Lindo.

 

Die beiden Familien verbrachten einen schönen vierten Advent.

Am nächsten Tag trafen sich Colin und Fidelius am Rathausplatz.

Da es noch ein Tag vor Heilig Abend war, hatten sie einen Tag Zeit, um sich in der Gegend einmal umzuschauen, ob sie etwas seltsames entdeckten.

 

Vom Rathausplatz aus gingen sie gemeinsam zum Stall in der Nähe des Dorfes.

Mit 14 hatten sie reiten gelernt. Jedoch nicht auf Pferden.

Ein Jahr später lernten sie es dann aber auch auf Pferden, mit den Pferden aus dem Stall, wo sie nun hingingen.

 

Auf ihren Pferden ritten sie nun durch die Gegend, vorbei an vielen beschneiten Feldern. Es war sehr kalt, aber Colin und Fidelius wollten trotzdem weitersuchen.

Sie ritten nun einem Wald entgegen. Es war der Wald auf dem Berg, wo auch die Burgruine war.

Kurz davor entschieden sie sich ab nun wieder zu Fuß weiter zu suchen. Die Pferde liefen nun wieder zurück zu ihrem Stall und die beiden Jungs gingen in den Wald.

 

Hier war es noch ein wenig kühler. Der ganze Waldboden war weiß. Ein dichter Nebel durchzog den Wald.

Doch, da es denkbar war, dass sie hier etwas finden würden, gingen Colin und Fidelius weiter.

Nach einer Weile fragten sie sich, ob sie überhaupt nach etwas suchen sollten. Schließlich hatte Lukan geschrieben, dass sie sich keine Sorgen machen mussten. Doch sie hatten die blauen Kugeln nicht umsonst.

 

Sie wussten, dass es richtig war, danach zu suchen.

 

Wobei sie leider nicht genau wussten, was sie suchten. Doch laut Lukan würden die Kugeln ihnen schon helfen. Egal, was auf sie zu kam.

Tiefer im Wald fanden sie tatsächlich etwas.

Es schien der Ursprung dieses Nebels zu sein. Colin wollte gleich hin gehen, aber Fidelius hielt ihn zurück.

Er nahm einen Stein vom Boden und warf ihn zu dieser Stelle. Der Stein wurde bereits in der Luft zu Eis und fiel zu Boden.

 

"Wow, was ist das?" fragte sich Colin. "Wir werden sehen" antwortete Fidelius.

Sie nährten sich der Quelle langsam. Ein hellblaues Leuchten ging von ihr aus.

Beide holten die Kugeln raus.

Die Kugeln leuchteten heller, als sonst. Sie reagierten auf diese Quelle.

 

Als Colin und Fidelius bereits relativ nah an der Quelle waren, entrissen die Kugeln sich ihrem Griff.

Sie flogen über die Quelle und gaben plötzlich ein unglaublich helles Licht von sich.

Auch die Quelle fing an zu leuchten.

Eine kurze Weile blieben die Kugeln an der selben Stelle.

Colin und Fidelius schauten gespannt zu, doch es tat sich erst mal gar nichts.

 

Dann bildete sich ein Strahl zwischen der Quelle und den Kugeln.

Die Kugeln schienen plötzlich diese Quelle einzusaugen.

Der Nebel verschwand zum großen Teil und nach einiger zeit war die Quelle verschwunden.

Als alles weg war, flogen die Kugeln zurück zu Colin und Fidelius.

 

Die Jungs schauten sich an. War das alles?

Da der meiste Nebel verschwunden war, dachen Colin und Fidelius, dass alles erledigt war und machten sich auf den Heimweg.

 

Sie verbrachten einen wunderschönen Heiligabend mit ihren Eltern.

Doch relativ spät am Abend klingelte es bei den Brinks.

Colin öffnete die Tür. Lukan stand davor und war außer Atem.

"Oh," meinte Colin, "komm erst mal rein."

Colins Mutter kam aus der Küche. Sie war genau so überrascht, wie ihr Sohn.

"Hallo Lukan, schon lang nicht mehr gesehen." sagte sie.

Colin und Lukan setzten sich ins Wohnzimmer und Colins Mutter brachte etwas zu trinken.

"Tut mir leid, dass ich so kurz vor dem Weihnachtsabend stören muss." entschuldigte sich Lukan erst mal.

"Kein Problem. Was gibt es denn?" fragte Colin.

Lukan nahm erst mal einen Schluck Tee und begann zu erklären.

"Das Portal wurde ganz kurz geöffnet, dass ich zu euch raus kann. Jetzt ist es wieder geschlossen.

Wir glauben, dass mehr in eurer Welt ist, als diese eine Eisquelle, die ihr beseitigt habt." - "Das habt ihr mitbekommen?" fragte Colin. "Ja." antwortete Lukan und nahm noch mal einen Schluck Tee.

"Was vermutest du in unserer Welt?" wollte Colin nun wissen.

"Den Verursacher dieser Eisnebel." antwortete Lukan.

"So ein quatsch" meinte Colin, "der hätte doch schon längst unsere Welt vereist." - "Nein, dieses Wesen ist an einem Ort entstanden, wo die Kälte, der Schnee und ein bestimmter uralter Zauber zusammengekommen sind. Es hat seine Kräfte verloren, als es in diese Welt kam. Wird sie nach einer Weile aber wieder erlangen." - "Und warum habt ihr das Tor geschlossen?" wollte Colin wissen.

"Das ist etwas komplizierter, zu erklären." begann Lukan.

"Wir hatten das Tor erst geschlossen, um zu verhindern, dass das Eiswesen, was auch immer es ist, in eure Welt gelangt. Nachdem wir die Eisquellen in unserer Welt beseitigt hatten, kamen jedoch keine neuen dazu, deswegen muss das Wesen bei euch sein. Doch zum Glück kann es, weil es geschwächt ist noch nicht so weit weg sein." - "Und wieso ist das Tor immer noch geschlossen?" fragte Fidelius.

"Damit es nicht zurück kann. Wenn es jetzt durch das Tor zurück in unsere Welt geht, dann bekommt es einen enormen magischen Energieschub und somit sehr viel Kraft, die nur schwer zu bezwingen ist."

Colin, Fidelius und Lukan machten sich so schnell wie möglich auf den Weg.

Sie ritten Wieder. Lukan bekam auch ein Pferd. Er ritt vorne. Er hatte eine Ahnung, wo das Wesen sein könnte. Sie ritten durch den Wald. Dahinter waren einige Felder und Dörfer, wo sie durchritten.

Nach zwei Dörfern machte Lukan etwas langsamer.

"Hier in der Nähe muss es sein, das spüre ich." sagte er.

Neben den Feldern waren Baumreihen. Da ritten sie hin.

Als sie angekommen waren, stiegen sie von den Pferden ab.

"Wir müssen uns nun ganz leise Bewegen, damit es uns nicht merkt. Ich weis, dass es hier ganz in der Nähe ist."

Sie mussten noch etwas länger laufen, als es sich Lukan gedacht hatte, doch dann sahen sie es. Zwischen ein paar Bäumen und Büschen versteckt. Es war ein Nebel, wie ihn Colin und Fidelius bereits im Wald gesehen hatten.

Den drei Jungs flogen die Kugeln aus den Jackentaschen. Sie flogen aneinander und wurden zu einer großen Kugel. "Ja," stellte Lukan fest. "Da ist es."

Sie hielten sich auf abstand, um zu schauen, wie das Wesen auf die Kugeln reagierte.

Doch es geschah etwas, was sie nicht erwartet hatten.

Das Wesen saugte die Kugeln in sich auf. "Neeein!" Lukan war geschockt.

Alle drei Jungs griffen zu ihren Zauberstäben. Sie hofften, dass nun keine Nichtmagier vorbei kamen.

Die Figur wuchs und nahm eine Form an.

"Neue Kraaaaaft! Magische Kraaaft, endlich!" schrie das Wesen.

Es nahm die Form einer Nebelkönigin an und alles, was sie berührte wurde zu Eis. Die drei Jungs nahmen immer mehr Abstand. "Schnell" sagte Lukan, "einen Feuerstrahlzauber." Die Jungs richteten die Stäbe auf die Königin und zauberten mehr oder weniger gute Feuerstahle aus ihren Stäben.

Die Königin, die immer weiter wuchs, drehte sich jetzt zu ihnen um.

"Mit einem Feuerstahl könnt ihr mich nie besiegen, ich bin nicht aus Eis, auch wenn ich eine Eiseskälte ausstrahle. Ich kann nicht schmelzen. Versucht nicht mich aufzuhalten, ich werde nun ein Eis und Schneeparadies schaffen, mit einer so eisigen Kälte und kahlem Wind, dass es Schnee und Eiswesen richtig gut geht."

"Nein!" wehrte sich Colin, "Nicht aus unserer Welt! Aus keiner Welt, das lasse ich nicht zu."

Die Königin kam nun auf die Jungs zu. Diese mussten ihren Zauber unterbrechen und erst mal wegrennen.

Überall, wo die Königin lief, wurde die Erde zu Eis und alles Leben, die Pflanzen und Bäume starben durch die Kälte. Sie durfte den Jungs und auch keinem anderen zu nahe kommen, das würde keiner überleben.

Fidelius hatte in einem Bruchteil einer Sekunde etwas gesehen und eine Idee bekommen. Während sie noch rannten, erzählte er es den anderen. "Wir ... können ja ... nicht nur ... wegrennen ... wir sollten ... ja ... was ... unternehmen. ..." - "Und hast ... du eine Idee?" wollte Colin wissen. "Ja .... die Kugel .... sie soll uns ja helfen... sie ist sichtbar ... an der Stelle ... wo Menschen ... ihr Herz haben."

"Dann helfen uns ... die Kugeln ... indem wir sie .... zerstören." erwiderte Colin.

"Also ... versuchen wir es," fügte Lukan hinzu, "Auf drei. 1 ... 2 ... 3!"

Die Jungs drehten sich um und schossen jeweils einen kräftigen Zauber auf die Kugel, die das Herz der Königin war.

Es klappte, sie Explodierte.

Sie hatten es geschafft.

 

Dachten sie. Die Kugel war zerstört, aber es war immer noch ein eiskaltes Nebelwesen da. Eine Stimme kam von irgendwo her: "Noch habt ihr mich nicht. Ich werde von woanders kraft herholen!"

Die Jungs waren nun etwas ratlos. Sie wussten nicht, ob sie mit einem ihrer Zauber dieses Wesen besiegen konnten. Außerdem waren die magischen Kräfte, die Colin und Fidelius nur durch Tränke bekamen so langsam erschöpft.

Es wurde immer kühler und die Jungs fühlten sich schwach.

"Wenn uns doch nur einer helfen könnte. Ein mächtiger Zauberer, oder so." sprach Colin mit wenig Hoffnung auf Hilfe aus.

Doch es kam natürlich nichts. Das Tor war geschlossen.

 

Es wurde immer kühler.

Das Wesen hatte die Jungs eingeholt und der Nebel verbreitete sich. Der Boden bekam an manchen Stellen, wahrscheinlich vor Kälte, ein hellblaues Leuchten.

Das Nebelwesen verteilte sich auf diese Stellen und versank im Boden.

Wahrscheinlich bereitete es nun eine neue Quelle der Kälte vor.

Durch diese steigende Kälte hatten die Jungs auch ganz vergessen irgendetwas ab zu wehren. Sie versuchten nur noch nicht von diesem Nebel eingefroren zu werden.

 

Langsam sahen sie, wie sich die Felder veränderten. Das Wesen schien unterirdisch seine Arbeit gut erledigen zu können.

 

Doch irgendetwas war komisch an dem Bild. Es veränderte sich zwar etwas, aber die drei Jungs hatten nicht den Eindruck, dass es sich zum schlechteren veränderte. Durch die Kälte verstanden sie erst gar nicht, was überhaupt geschah.

 

Ja, die Welt veränderte sich, doch in der Hinsicht, dass der Nebel wieder wegzog und alles vereiste wieder auftaute. Die Bäume und Sträucher sahen aus wie vorher.

 

Erst nach langem Nachdenken kapierten die Jungs, was geschehen war. Das blaue läuchten waren die Bruchstücke ihrer Kugeln, die nach der Explosion den Nebel und somit das Wesen in sich eingesaugt hatten.

 

Nun, langsam fügte sich die Kugel wieder zu einer und löste sich auf.

 

Die drei Jungs standen nun da und waren erst mal ganz verblüfft.

Doch auch wenn sie eine kurze Weile brauchen, bis sie wirklich verstanden, was geschehen war, sahen sie nun, dass die Nebelkönigin nun entgültig verschwunden war.

 

Sie hatten es geschafft. Das war ein gutes Gefühl.

Die Tore zur magischen Welt konnten wieder geöffnet werden.

Die Jungs gingen wieder nach Hause und verbrachten mit ihren Familien noch ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr.

 

Ende.